Es ist dunkel, nass und kalt geworden da draußen: Mit kürzer werdenden Tagen und sinkenden Temperaturen schwindet die Lust, uns draußen aufzuhalten und uns zu bewegen. Eigentlich kein Problem, wenn wir uns nicht ohnehin viel zu wenig bewegen würden. Zunehmend sitzende Tätigkeiten haben dazu beigetragen, dass „Rücken“ zur Volkskrankheit werden konnte. Hintergrund ist oft eine zu schwache Rücken- und Rumpfmuskulatur: Es mangelt an der Stabilität, die unser Rückgrat als tragende Säule unseres Körpers dringend benötigt. Gerade jetzt vor dem nahenden Wintereinbruch ist daher ein guter Zeitpunkt, unsere Gewohnheiten umzustellen, unsere Sitzposition zu überprüfen und uns häufiger von unserem Stuhl zu erheben.

 

Eine Faustregel für den Büroarbeitstag besagt, dass man seine sitzende Position alle ein bis zwei Stunden einmal verlassen sollte, um sich für ein paar Minuten zu bewegen. Aber diese Bewegungspausen helfen nichts, wenn Sie anschließend wieder krumm und schief an Ihrem Schreibtisch sitzen. Ihr Bürostuhl sollte sich auf Ihre Körpergröße einstellen lassen, eine aufrechte Sitzposition ermöglichen, dem „Durchhängen“ entgegenwirken sowie den Nackenbereich gut abstützen. Sehr gut sind auch Alternativen, die die Beweglichkeit in der Hüfte fördern. Stichwort: dynamisches Sitzen. Ihr Schreibtisch ist im Idealfall höhenverstellbar und Sie blicken frontal auf den Monitor, der auf Augenhöhe und in ausreichendem Abstand vor ihnen steht. Sehr beliebt sind auch Stehtische, jedoch würde ich einen solchen nicht dauerhaft empfehlen. Gerade, wenn Sie sich stark konzentrieren müssen, ist es besser, eine Sitzgelegenheit zu haben, denn stehen kostet Kraft, die Ihnen dann für Ihre geistige Tätigkeit fehlt. Optimal ist es, für Abwechslung zu sorgen: Nichts mag unser Körper weniger, als stundenlang in einer Position zu verharren, weder im Stehen noch im Sitzen.

Entwickeln Sie Routinen, bei denen Sie Ihren Arbeitsplatz bzw. Ihre Haltung verlassen! Das kann der stündliche Gang in die Kaffeeküche oder zu einem Kollegen sein. Vielleicht haben Sie aber auch die Möglichkeit, kurze Spaziergänge zu machen oder ein paar einfache Bewegungsübungen zu absolvieren. Keine Sorge, sie müssen dafür nicht mit Sportsachen am Arbeitsplatz erscheinen. Und natürlich gibt es auch tolle Übungen, die Sie ganz ohne Hilfsmittel zu Hause machen können. Sie helfen Ihnen dabei, die Rückenmuskulatur zu stärken und Ihre Beweglichkeit zu erhalten oder gar zu verbessern. Das wird Ihnen im kommenden Winter garantiert zugutekommen!

Bleiben – oder werden – Sie fit, Ihr Marco Giorgio

 

1. Hüftaußen-/ Hüftinnenrotation

Erklärung: Hüftbreiter Stand, aufgerichteter Oberkörper. Oberschenkel maximal anheben (Bild 1) und anschließend nach außen oder innen rotieren (Bild 2). Bein wechseln.
Empfehlung: 2 – 3 Durchgänge, jeweils 1 Minute lang
Ziel: Verbesserung von Gleichgewicht, Haltung, Koordination, Stabilität und Beweglichkeit.

2. Skisspringer aus Kniebeuge

Erklärung: Füße und Beine etwas breiter als hüftbreit aufstellen. In die Kniebeuge gehen, das Gesäß und die Arme möglichst weit nach hinten strecken (Bild 1). Dann in einer fließenden Bewegung in den Stand aufrichten (Bild 2), das Becken maximal vordrücken und die Arme möglichst weit über den Kopf nach hinten strecken (Bild 3). Wichtig: Der Blick folgt immer den Händen.
Empfehlung: 2 – 3 Durchgänge, jeweils 1 Minute lang
Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit, der Kraft und der Haltung.

3. Kniebeuge mit Brustbeinöffnung

Erklärung: Füße und Beine leicht breiter als hüftbreit aufstellen. In die Kniebeuge gehen, das Gesäß dabei möglich weit nach hinten strecken. Der Ellenbogen geht an das Kniegelenk, die Wirbelsäule bleibt gerade (Bild 1). Anschließend nach oben kommen, die Arme angewinkelt nach hinten ins Schulterblatt ziehen und das Brustbein maximal öffnen. Anschließend wieder runter in die Kniebeuge.
Empfehlung: 2 – 3 Durchgänge, jeweils 1 Minute lang
Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit, der Kraft und der Haltung.

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